Colourfication I – abstrakte Fotografie

Ab dem 24. Mai zeigt Ariane Grünberger ihre abstrakten Werke, die sich im Spannungsfeld zwischen Fotografie und Malerei bewegen. Sie malt mit der Kamera und fotografiert Malerei, zuweilen komponiert sie beides zu einem neuen Ganzen. Ariane löst sich von der gegenständlichen Wiedergabe der äußeren Realität und fängt Stimmungen und Schwingungen, Projektionen und Reflexionen, Schatten und Spiegelungen ein – ob am See, im Wald oder in der Waschstraße. Sie reduziert die sichtbare Welt auf Farb- und Lichteindrücke, befreit sie gleichermaßen von ihrer Schwere und Bedeutung. „In dem Moment, in dem wir wissen, sehen wir nicht mehr. Es geht darum, zu sehen, was ist, und nicht, was wir wissen.“ Und sie guckt sehr genau hin, manchmal auch mit dem Makroobjektiv, um die Ästhetik vermeintlich banaler Dinge herauszuheben. Die unmittelbare Präsenz des reinen Betrachtens frei von Konzept und gedanklichen Konstruktionen käme der Wahrheit näher und sei nur dann möglich, wenn man Objekte von ihrer Gegenständlichkeit befreie, so die Künstlerin. Apropos Wahrheit: Sie legt Wert darauf, dass ihre Bilder keine Photoshop-Produktionen sind.

Die Diplom-Designerin Ariane Grünberger ist in Bielefeld geboren und hat auch hier studiert. Mittlerweile lebt sie in Hannover und übt nach einem Berufswechsel ihre gestalterische Tätigkeit nur noch überwiegend privat aus und baut sie in ihre therapeutische Tätigkeit ein, wie z.B. in der Systemisch-integrativen Fototherapie, die sie entwickelt hat und auch in Hannover lehrt. (Text: Ariane Grünberger)

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